Homo sapiens wanderte zweimal aus Afrika aus

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Homo sapiens wanderte zweimal aus Afrika aus

Beitragvon Fridolin » 23.01.2009 00:46

Homo sapiens wanderte zweimal aus Afrika aus
Die Wiege der Menschheit liegt in Afrika. Das gilt als gesichert. Auch, dass der Homo sapiens vor 100.000 Jahren nach Norden wanderte. Doch ein kanadischer Forscher behauptet jetzt, dass es zwei große Migrationswellen gab. Demnach wären Mittel- und Nordeuropa viel später besiedelt worden als bisher angenommen.

http://www.welt.de/wissenschaft/article ... a_aus.html
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Beitragvon Thomas Trauner » 23.01.2009 09:28

Überrascht mich jetzt nicht. Die früheste Datierung für Australien liegt bei 60.000 (Mungo). Europa liegt halt deutlich später.
Ein Satz im verlinkten Text scheint ein wenig missverständlich. Die Pazifischen Inseln wurden erst ab 800/1000 n.Chr. besiedelt. (Neuseeland ausgenommen).
Für Australien liegen auch zwei Wellen vor. Der Dingo (Asiatischer Hund) kam z.b. erst mit der zweiten Welle.

Jedenfalls ist es spannend was die DNA-Forschung jetzt so alles bewegt.

Th.
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Beitragvon Joze » 23.01.2009 15:22

Stimmt: habe hier auch schon über Australischen Felsmallereien geredet, die "sollen" ca 60 000 Jahre alt sein (nach Quelle: mein Onkel der lebt in Australien und meine Cousinin mit DIS-Biologie aus Deutschland, Umgebung Tübingen, die reist dort immer zwei mal im Jahr und besucht auch immer noch New Zeland&Insel in Nähe wegen Forschungen).

Glaube noch - hier haben wir wieder ein Interpretations-Problem. Was eben die GEN-Forschungen sagen: habe solche gelesen, die "Verwandschaft" nachweisen, bestättigen oder auch nicht. Es kann immer nur ein "kleiner Teil" von den gesamtem "Genom" untersucht sein, es ist schwer eine "gesamte" DNK erst "entdecken" und dann auch dementsprechen gut&richtig entcodieren. Also: ein kleiner Prozent von dem gesamten Infos dürffen vorangenommenen Thesen bestättigen oder auch nicht. hier müssen wir noch viele andere Sozio-kulturelle und Natur-belegte Faktoren ins Visir nehmen, bevor wir was als "wahr&richtig" postulieren dürffen. Also: nur aufgrund GEN-Forschungen können wir nicht alles über einen Mensch - vor allem über unsere so weit liegende Vergangenheit sagen.
Darum habe ich gestern einigen Verlinkungen vom Thema Sozial-Archäologie Verlinkt. Eben ganz neue Quellen (2008,USA) sagen, dass vor allem die Umwelt-Einflüsse und aufgrund diesen konkrete Soziokulturelle Bedingungen wesentlich bedeutende Rolle gespiellt haben, als "nur" die Erbschaft als solche und eben diese Bedingungen haben die "Erbschaft-Infos" mitgeprägt. Aber diese Theorie treffen wir schon ca. 30 Jahre zurück bei der Soziobiologie und schon ca 80 Jahre zurück bei den Pionieren der Sozialanthropologie (B. Malinowsky, R.-Benedickt, M. Mead)
Also - es geht nur um Annahmen, die dürffen in spezifischen Bedingungen wahscheinlich sein. Ein gewisser Relativismus bleibt noch immer dabei.

Gruss!

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Beitragvon Dago » 23.01.2009 16:14

Thomas, die Pazifik Insel wurden deutlich früher besiedelt. Neuirland ab 35000 v. Chr.
Der Bereich Samoa 1000 v. Chr. (Lapita Kultur) und Zentalpolinesien zwischen 400 v. Chr und 200 n. Chr. Hawai um 500 Neuseeland um 800.
Grüsse
Thorsten Seifert
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Beitragvon Thomas Trauner » 26.01.2009 13:46

Thorsten, du hast ja recht. Ich wollte ja nur auf den Satz im link hinweisen, der so pauschal nicht stimmt. "Die" Pazifikinseln gibt?s ja so nicht, die Einwanderungswellen sind halt unterschiedlich. Ist bei den Distanzen ja kein Wunder....

Th.
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Beitragvon Fridolin » 26.01.2009 14:04

Passend zum Thema (ich wollt nix neues aufmachen...)

Wie Helicobacter um den Pazifik reiste

Magenbakterien und Sprachgewohnheiten spiegeln Auswanderungswellen wider
Aus dem Sprachgebrauch und den Magenbakterien heutiger Bewohner Südostasiens haben zwei Forschergruppen rekonstruiert, wie die Menschen vor Jahrtausenden diese Inselwelt besiedelt haben. Demnach überwanden vor rund 5.200 Jahren Bewohner des heutigen Taiwan das Meer zu den Philippinen. In weiteren Expansionsschüben verteilten sie sich in den darauffolgenden 2.000 Jahren bis über die Fidschiinseln hinaus nach Polynesien, haben neuseeländische Forscher um Russell Gray von der Universität in Auckland mit einer Computeranalyse der verschiedenen Inselsprachen herausgefunden. Dieser Befund deckt sich exakt mit der Verteilung bestimmter genetischer Merkmale des Magenbakteriums Helicobacter pylori unter den Inselbevölkerungen, bestätigten Biologen um Yoshan Moodley vom Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin.

http://www.wissenschaft.de/wissenschaft ... 99694.html
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Beitragvon Joze » 26.01.2009 15:36

Habe mich mit Thema Indonesien&Australien "Invasion" vor langen Jahren beschäftigt bei einer Seminar-Arbeit (ca. 21 Jahren zurück) über Ausgestorbenen Natur-Völker-Kulturen. Wie Regionen "dort" besiedelt waren, gibt's viele Quellen.

Gruss!

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Beitragvon Joze » 09.02.2009 13:12

Hallo!

Hier eine alte Info über erste Australische Bewöhner:
http://www.jqjacobs.net/anthro/paleo/australia.html


Out of Africa Hypothese auch hier:

http://www.jqjacobs.net/anthro/paleo/genome.html

http://www.actionbioscience.org/evolution/johanson.html

Beides zusammen (Australien + Africa ) hier:
http://www.sciencedaily.com/releases/20 ... 161829.htm

Oder Wiki zum Thema:
http://en.wikipedia.org/wiki/Recent_Afr ... ern_humans

(Vgl. auch Thread Neanderthaler DNS entziffert)

Gruss!

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Beitragvon ulfr » 29.01.2011 13:00

Der HSS hat Afrika früher verlassen als bisher angenommen, das schließt H.P. Uerpmann aus Steinwerkzeugen vom Fundplatz Jebel Faya in den VAE:

http://www.nytimes.com/2011/01/28/scien ... ss&emc=rss

auf Deutsch:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 58,00.html
Die Einheimischen auf Borneo glauben, dass die Orang-Utans nur deswegen nicht sprechen, weil sie sonst arbeiten müssten.
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