Rekonstruktion Urnenfelderzeitlicher Tracht

Moderatoren: Hans T., Nils B., Turms Kreutzfeldt, Chris

Beitragvon Hans T. » 27.01.2009 21:10

Nix zur Bekleidung, aber die Haube ist jetzt wieder der Öffentlichkeit zugänglich. Fotos hab ich noch keine, Geduld, bitte.

http://www.forchheim.de/kaiserpfalz/arc ... erfranken/

H
"Des is wia bei jeda Wissenschaft, am Schluß stellt sich dann heraus, daß alles ganz anders war."
Benutzeravatar
Hans T.
Site Admin
 
Beiträge: 1634
Registriert: 05.12.2005 23:31
Wohnort: Nürnberg

Beitragvon Johanna K.-W. » 27.01.2009 22:49

@fridolin: das wäre grossartig! :)

@steve: ja, wahrscheinlich werd ich schneller was präsentieren - aber bei mir ists dann oft zu schnell und ich komm im nachhinein auf dinge drauf, die ich besser hätte machen können... ich bin manchmal einfach zu ungeduldig... :roll:

@hans: danke für den tipp! wär wohl mal eine reise wert...
Johanna K.-W.
 

Beitragvon Dago » 27.01.2009 23:01

Kleine Frage: Wie sehen die Metallfunde dort aus? Würde mich mal Interessieren um Vergleiche mit dem Rhein / Maingebiet zu ziehen.
Grüsse
Thorsten Seifert
Man kann aus Geschichte nur lernen

Neue Erkenntnise entstehen nur durch das Studieren von Funden
Benutzeravatar
Dago
 
Beiträge: 564
Registriert: 09.11.2007 19:53
Wohnort: Mainaschaff / Unterfranken

Beitragvon Steve Lenz » 27.01.2009 23:08

Dago, hier mal eine Umzeichnung des Befundes:

http://www.landschaftsmuseum.de/Seiten/ ... dfeld2.htm
Aus den Augen - aus dem Sinn.
Benutzeravatar
Steve Lenz
 
Beiträge: 3569
Registriert: 05.12.2005 14:18

heh,

Beitragvon Joze » 28.01.2009 00:06

Steve, darüber haben ja wir geredet beim Funde-fotografieren :) Braucht jemand Foto?
Joze
http://www.alauni.at/
http://www.kelti-living-history.com/
facebook: Joze Noriker
Benutzeravatar
Joze
 
Beiträge: 850
Registriert: 27.11.2008 21:45
Wohnort: Slowenien: ganz bei Österreich (N Slo)

Beitragvon Hans T. » 28.01.2009 10:47

Johanna, Franken erwartet dich...es gibt ja nicht nur Forchheim...ist ja nur eine halbe Stunde von Nürnberg weg.

H
"Des is wia bei jeda Wissenschaft, am Schluß stellt sich dann heraus, daß alles ganz anders war."
Benutzeravatar
Hans T.
Site Admin
 
Beiträge: 1634
Registriert: 05.12.2005 23:31
Wohnort: Nürnberg

Beitragvon Joze » 28.01.2009 14:57

Hier ist eine Liste von Forschungen&Publikationen:

http://www.gesellschaft-fuer-archaeolog ... ichnis.pdf

@Johanna: bei Jahr 2005 auf S. 44 ist wichtig für dich. Im Buch hier gibt's gleichen Artikel über eine "Modische Frau aus Grunfeld":

http://www.antikmakler.de/catalog/produ ... ts_id/8038

auch hier, unten Voss, 1984:
http://dievo.fortunecity.com/eisenzeit/ ... Bayern.htm

Deine Reco ist auch hier (schon im Steve's Link von oben zugänglich- obwohl ich die alleine gefunden habe):

http://www.landschaftsmuseum.de/seiten/ ... ndfeld.htm

Gruss!

Joze
http://www.alauni.at/
http://www.kelti-living-history.com/
facebook: Joze Noriker
Benutzeravatar
Joze
 
Beiträge: 850
Registriert: 27.11.2008 21:45
Wohnort: Slowenien: ganz bei Österreich (N Slo)

Beitragvon Dago » 04.02.2010 20:39

Ich frag mich, da im zusammenhang des Gürtels Bandgewebe und als Träger der Haube, Wollefassern belegt sind ob es ev. Brettchengewebe sind, aus Schwarza hab ich auch ein Fragment vorliege, das wie ein Brettchengewebe ausieht ( auch als Bandgewebe angesprochen).
Grüsse
Thorsten Seifert
Man kann aus Geschichte nur lernen

Neue Erkenntnise entstehen nur durch das Studieren von Funden
Benutzeravatar
Dago
 
Beiträge: 564
Registriert: 09.11.2007 19:53
Wohnort: Mainaschaff / Unterfranken

Beitragvon S. Crumbach » 05.02.2010 07:25

Ich werfe gern noch mal einen Blick in die Schwarza-Publikation. Aber ich bin der Meinung, daß Brettchenweben als verbreitete Technik völlig überbewertet wird.

Ich persönlich bin überzeugt, daß für UK hier nicht mit einer Verbreitung dieser Technik zu rechnen ist.
"Werd ich auch halb nur gelehrt, bin ich doch doppelt vergnügt."
Erotica Romana V, J.W. von Goethe
Benutzeravatar
S. Crumbach
Site Admin
 
Beiträge: 1468
Registriert: 06.12.2005 09:30
Wohnort: Duisburg

Borte

Beitragvon Joze » 05.02.2010 08:49

Hi! Da bi n ich auch so einer Meinung. Vor allem: für Kante-Verzierungen gibt auch noch weitere Möglichkeiten. Ich denke, dass einfachere Varianten eher mehr ausgebreitet waren, als "komplizierte" Techniken. Ganz einfach kann man einen Borte mit normalen Nähten verzieren - die sind auch belegt. Dazu kann man auch eine andere Textil-farbe nehmen. und so eine Bände auf die Kanten aufnähen.
Wie ist mit weiteren Belegen für andere Verzierungmöglichkeiten?

Joze
http://www.alauni.at/
http://www.kelti-living-history.com/
facebook: Joze Noriker
Benutzeravatar
Joze
 
Beiträge: 850
Registriert: 27.11.2008 21:45
Wohnort: Slowenien: ganz bei Österreich (N Slo)

Beitragvon Claudia » 05.02.2010 10:23

Handelt es sich möglicherweise um ein Spinnrichtungsmuster, das wegen der schrägliegenden Fäden auf den ersten Blick nach Brettchengewebe aussieht?
Claudia
 
Beiträge: 529
Registriert: 06.12.2005 10:12
Wohnort: Dresden

Beitragvon magali » 05.02.2010 10:41

Chronologisch analoghe Beispiele von brettchengewebten Kanten an Mänteln/Umhängen bzw. Stoffen im Allgemeinen, ebenso reiche Grabbeigaben, wie Webrettchen, "Halterungen" für die Ketten etc. finden sich reichlich im Gräberfeld von Verucchio...
Ich würde jetzt mal brettchengewebte Kanten als verstärkender und auch verschönernder Abschluss von Stoffe nicht so runtermachen, auch wenn es ohne Zweifel andere Möglichkeiten von Webkanten gibt...
Magalí
---------------------------------------------------
"Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen."
Teresa von Ávila
Benutzeravatar
magali
 
Beiträge: 313
Registriert: 08.05.2008 14:31
Wohnort: Rom

Beitragvon S. Crumbach » 05.02.2010 11:17

Klar, magli.

Aber - dazwischen liegen immernoch die Alpen.

Dieser Rote Mantel mit den lila Kanten ist der Traum und steht ganz obern auf meiner "ICHWILL"-Liste.

Ich hoffe auf weiter Literatur dazu .......


Aber es gibt superinteressante andere Techniken, die kaum Beachtung finden. Und da sollte man/'frau mal drangehen.
"Werd ich auch halb nur gelehrt, bin ich doch doppelt vergnügt."
Erotica Romana V, J.W. von Goethe
Benutzeravatar
S. Crumbach
Site Admin
 
Beiträge: 1468
Registriert: 06.12.2005 09:30
Wohnort: Duisburg

Beitragvon Joze » 05.02.2010 12:19

Das finde ich auch super bei italiänischer Tracht - war nie "nackt." Ich habe aber auf weitere Textilverzierungen getippt, wie ist mit Belegen darüber? Meine Meinung darüber ist auch, dass die Verzierungen sozial differenziert waren.
Ich bin neugierig auf einfache Varianten.
Joze
http://www.alauni.at/
http://www.kelti-living-history.com/
facebook: Joze Noriker
Benutzeravatar
Joze
 
Beiträge: 850
Registriert: 27.11.2008 21:45
Wohnort: Slowenien: ganz bei Österreich (N Slo)

Vorherige

Zurück zu Urnenfelderkultur

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast