Genetische Untersuchung der Tarimbecken-Mumien

Palaeozoologie, Palaeobotanik und alle archäologischen Hilfswissenschaften, sowie Methodendiskussionen innerhalb der Archäologie.

Genetische Untersuchung der Tarimbecken-Mumien

Beitragvon Blattspitze » 15.11.2021 17:34

Die schönsten Mumien der Welt
https://www.zdf.de/assets/mumie-in-der- ... 7935186222
wurden untersucht:
"Zu ihrer großen Überraschung stellten die Forschenden fest, dass die Mumien aus dem Tarimbecken keineswegs Neuankömmlinge in der Region waren, sondern offenbar direkte Nachkommen einer einst weit verbreiteten eiszeitlichen Bevölkerung, die zu Beginn des Holozäns in weiten Teilen Eurasiens verschwunden war. Diese als Ancient North Eurasians (ANE) bezeichnete Population ist in den Genomen heutiger Populationen nur noch bruchstückhaft vorhanden, wobei die indigenen Populationen Sibiriens und Amerikas mit rund 40 Prozent den höchsten bekannten Anteil in ihren Genomen tragen. Im Gegensatz zu heutigen Populationen weisen die Mumien aus dem Tarimbecken jedoch keine Anzeichen für eine Vermischung mit anderen Gruppen aus dem Holozän auf. Bei ihnen handelt es sich stattdessen um ein bisher unbekanntes genetisches Isolat, das wahrscheinlich vor der Besiedlung des Tarimbeckens einen extremen und langanhaltenden genetischen Flaschenhals durchlebte."
https://www.mpg.de/17742621/die-uberras ... arimbecken
"Was an der Unverschämtheit des Heute
gegenüber der Vergangenheit tröstet, ist die
vorhersehbare Unverschämtheit der Zukunft
gegenüber dem Heute." Nicolás Gómez Dávila
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