Silex-Schlagplätze an Altmühl und Donau

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Silex-Schlagplätze an Altmühl und Donau

Beitragvon Pitassa » 23.04.2023 14:31

Das Stadtmuseum Ingolstadt hat einen schön illustrierten Text zur alt- und mittel- und jungsteinzeitlichen Silexindustrie eingestellt. Die dortige Sammlung zeigt unter anderem auch einige Klopfsteine, wie sie Enrohs weiter oben vorgestellt hat.

Link : https://www.ingolstadt.de/stadtmuseum/s ... 02-015.htm

:flint:

Quelle : Fundort, Homepage von Kurt Scheuerer, Historischer Stammtisch Ingolstadt.
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Re: Silex-Schlagplätze an Altmühl und Donau

Beitragvon enrohs » 23.04.2023 16:24

Vielen Dank, Pitassa

auch in Mitteldeutschland werden solche Feuersteinentnahmegruben nun vermehrt entdeckt. Neben diesen:

https://www.archaeologie-online.de/nach ... tersuchun/

viewtopic.php?f=19&t=5210

sind mir drei weitere von Luftbildern bekannt, wo ich teilweise auch schon Material (im wesentlichen Primärabschläge zur Zurichtung von Silexkernen) nachweisen konnte.

Viele Grüße

Sven
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Re: Silex-Schlagplätze an Altmühl und Donau

Beitragvon Sculpteur » 23.04.2023 20:55

Hi Enrohs, kannst Du Literatur zum Thema Einordnung von Flintprodukten (Abschläge, Ausgangsmaterial) empfehlen? Oder wie geht man da vor?

Wie und woran kann man z.B. erkennen, wie ein Stück Flint (respektive Hornstein) bearbeitet wurde? Das ist die Frage, die mich interessiert. Gibt es zu diesem Thema Standardwerke, bzw. empfohlene Herangehensweisen im Bereich Ausbildung?

Ich möchte mich in den kommenden Jahren mal an das Thema herantasten.

Danke.
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Re: Silex-Schlagplätze an Altmühl und Donau

Beitragvon Monolith » 24.04.2023 06:05

Hey Sculpteur,

interessierst Du Dich allgemein für die Flintbearbeitung und Bestimmung? Dann bist Du bei den Aktiven hier im Forum in bester Gesellschaft (vor allem ulfr, Blattspitze, Axt im Walde, meine Wenigkeit). Literatur gibt es unendlich viel. Ich empfehle allerdings:

Hein und Lund, Flinthandwerk (Ludwigshafen 2021).

Hahn, Erkennen und Bestimmen von Stein- und Knochenartefakten. Einführung in die Artefaktmorphologie (Tübingen 1991).

Floss (Hrsg.), Steinartefakte vom Altpaläolithikum bis in die Neuzeit (Tübingen 2012).

Semenov, Prehistoric Technology. An Experimental Study of the oldest Tools and Artefacts from traces of Manufacture and Wear (London 1964).

LG
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Re: Silex-Schlagplätze an Altmühl und Donau

Beitragvon Sculpteur » 24.04.2023 07:06

Hi Monolith und danke für die Literaturtipps!
Ich weiß ja, dass ich zu diesem Thema in diesem Forum bestens aufgehoben bin :)
Neben der Notwendigkeit, mich früher oder später intensiver an die Flintschlägerei heranzuwagen geht es mir für die ferne Zukunft um die Möglichkeit, von einem Objekt aus Flint auf die Herstellungsmethoden rückschließen zu können.

Sicherlich funktioniert das am Besten über entsprechende Praxis und Nachfragen hier im Forum.
Ich möchte aber schon einmal eine kleine Ecke im Bücherregal für dieses Thema einplanen, mich mit drm Fachjargom und der Art zu beschreiben ein wenig auseinandersetzen und über die Jahre lernen, diese Zusammenhänge korrekt zu beschreiben.
Auch interessiert mich sehr, wie z.B. in der Archäologie Fundzusammenhänge mit Flint erfasst werden, wie Fotos konzipiert werden für Fachartikel usw.
Mit meinen Steinbearbeitungs- (und geplanten Holzbearbeitungs-) projekten muss ich mich früher oder später mit aus Flint (und Hornstein) hergestellten Werkzeugen intensiver auseinandersetzen.

Da Teilnahmen an den Pökertreffen für mich bisher schwierig möglich sind, dachte ich mir, dass ich wenigstens schon einmal Literatur zum Thema anschaffe.

Ich schreibe das hier in diesem Thema weil enrohs im zweiten Beitrag in diesem Thema über Zuordnungen und "Primärabschläge" geschrieben hat.

Ich möchte auch nicht jedes mal nachfragen müssen, wenn z.B. solche Begriffe eingeworfen werden :).

Das macht mir den Zugang zu interessanten musealen Auseinandersetzungen mit dem Thema wie Pitassa sie hier gepostet hat, noch interessanter.
Z.B. Findet hat wohl Unmengen von Material aus Flint und Hornstein zusammengetragen und es fällt ohne tiefergehender Auseinandersetzung mit dem Fachwissen schwer, da einen Überblick zu wahren.
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