Skandal auf dem Glauberg

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Re: Skandal auf dem Glauberg

Beitragvon hugo » 26.05.2011 17:29

Die Frau Ministerin wäre bei den Scherben wahrscheinlich so kompetent, wie in ihren Spontanentscheidungen. Daher schützt auch die Scherben!!
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Re: Skandal auf dem Glauberg

Beitragvon hunasiensis » 26.05.2011 19:25

Sieht nach Rufmord an Frau von K. aus. Bild killt und die Ministerin springt auf.
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Re: Skandal auf dem Glauberg

Beitragvon hugo » 26.05.2011 21:55

Es war nicht ganz uneigennützing von mir, das Schandmaul ins Forum ein zu laden. Arnulf hat eine Riesencommunity und über die wäre es möglich, Frau v. K. effektiv zu verdeitigen. Mir ist schon klar, dass das nicht Sache des Forums sein kann, das unpolitisch bleiben sollte. Über FB könnten wir aber eine Kampagne starten und ich hätte Lust dazu und bitte um Kommentare.
Nicht nur deshalb halte ich Viel auf Arnulf.
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Re: Skandal auf dem Glauberg

Beitragvon S. Crumbach » 27.05.2011 06:34

Aktionen und Demos sind sicher ein probates Mittel. Aber wie bei allen Vorgägnen, die man nur aus der Ferne verfolgen kann, stellt sich die Frage inwieweit man die ganze Palette kennt.

Sicher ist es nochmal eine andere Kategorie wenn ein Mitarbeiter einer beauftragten Wachfirma zu einer solchen (privaten) Auffassung neigt. Und da ist möglicherweise auch die Ministerin (als oberste Dienstherrin?) zu einer Handlung aufgefordert.

Allerdings stellt sich vor diesem Hintergrund noch internsiver die Frage welche tickende Zeitbombe zur den Verantwortlichen andere Externe kurzfristig beschäftigte Mitarbeiter sind. Als Beispiele für solche Verhältnisse können meiner Meinung nach Wachleute, Erdebeerpflücker, LH-Darsteller oder Schausteller durchaus herhalten.

In diesem Fall wird auf dier auf die Beschäftigung des "Bewachens" in der Agumentation abgehoben. Aber wie viel unkollierbarer ist ein "Vermitteln untergegangener Kultur"? Ein "Stolperstein"?

Es gibt meiner Auffassung nach weder eine Aufarbeitung, noch eine Abgrenzung zur Orientierung.

Machen einschlägige Äußerungen und Symbole den "Nazi" oder ist die dumpfe Flut unreflektierter Halbsätze, die auf den ersten Blick weder ein Gesinnung, noch ein Tendenz erhalten nicht schon bedenklich genug?

Mir stellt sich die Fage inwieweit eine Präsentation strammer Kerle mit heroischen Blicken und süßliche Heimat/Ahnen-Romantik das Bild aktueller Forschung und auch nur die die Tendenz im historischen Diskurs reflektieren können (selbst wenn das ganze mit dem dem Agument "das Publikum muß dem ja auch folgen können" bemäntelt wird).

Dazu fehlt es an Aufarbeitung und Ausseinandersetzung.

Eine Literaturangabe mit dem Publiktionsjahr 1976 muß nicht unbedingt "unbedeklich" gestempelt werden. Es ist schon notwendig das ganze im Detail zu lesen und die vertretenen Thesen eine Analyse zu unterziehen - das Ergebnis kann verblüffen.

In Bezug auf "Signifikanten" gibt es wirklich eine Menge zu tun.
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Re: Skandal auf dem Glauberg

Beitragvon Turms Kreutzfeldt » 27.05.2011 08:14

Ich verstehe Deine Bedenken, Sylvia.

Daher schützt auch die Scherben!!
Richtig, Hugo, das habe ich nicht bedacht.

Neben den vielen Einzelheiten, die wir evt. gar nicht kennen, ist noch zu berücksichtigen: Möchte Frau K. überhaupt, dass für sie gekämpft wird ?

Saludos de Turms
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Re: Skandal auf dem Glauberg

Beitragvon hugo » 27.05.2011 09:22

pinguin, oder wer sie sonst kennt, könnte anfragen. Eine Aktion hat nur Sinn, wenn sie rasch erfolgt.
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Re: Skandal auf dem Glauberg

Beitragvon Turms Kreutzfeldt » 27.05.2011 09:39

Könnte noch mehr dahinterstecken, kurz mal in der Frühstückspause gefunden:

m heimischen Bereich ist aber auch die Erleichterung darüber groß, dass mit Dr. Vera Rupp eine neue Leiterin eingeführt wird, die mit der Region vertraut ist. Denn die bisherige Stellvertreterin des Landesarchäologen Professor Dr. Egon Schallmayer war zuvor Kreisarchäologin in der Wetterau, kennt Land und Leute bestens, wusste schon damals ehrenamtliches Engagement zu schätzen, was bei Katharina von Kurzynski weniger hohen Stellenwert einnahm. Dementsprechend fielen die Reaktionen auf die Bestellung der neuen Leiterin im Umfeld aus.


hier ganzen Artikel lesen: http://www.kreis-anzeiger.de/lokales/we ... 783864.htm

Die Wiki weiß zu berichten:
Ende der 1990er Jahre war sie Mitinitiatorin der heutigen Keltenwelt am Glauberg, mit Egon Schallmayer seit 2002 am Aufbau der Keltenstraße beteiligt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Vera_Rupp

hmmm, mache ich da mal vorsichtig. Gunst der Stunde?

Saludos de Turms
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Re: Skandal auf dem Glauberg

Beitragvon hugo » 27.05.2011 09:56

Ich bin nicht so sicher, ob eine "Römerin" das grosse Los für den Glauberg ist und warte daher auf Insidertipps. Hier in A gab es vor Jahrzehnten noch den Spruch: "Nur dort, wo die Schas wie die eigenen riechen, fühlt man sich wohl". Die verschnupften Kommentare der selbsternannten Glauberger Kelten sind auch nicht zu negligieren.


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Re: Skandal auf dem Glauberg

Beitragvon S. Crumbach » 27.05.2011 15:28

Von meinem fernen Schreibtisch aus war ich sehr glücklich eine Wissenschaftlerin in der Leitung zu sehen, die insbesondere zu Textilen der betreffenden Epoche gearbeitet hat. Ich habe die Publikationen mit Begeisterung gelesen und es ist eine Freude auf dieser Grundlage zu arbeiten (wenn es auch nur eine kleiner Aufsatz mit Power-Point Präsentation ist).

Ehrenamtliches Engagement ist ein großartige Sache - ich habe damit auch schon mehr Zeit verbracht als in Staus am Kamener Kreuz. Aber wenn ich mir heute eine Teil meiner Frühwerke ansehe bin ich nochmal extra dankbar dafür, daß ich nicht gemacht habe wie ich wollte sondern ab einem bestimmten Punkt sozusagen in "betreuten" Projekten mitwirken durfte.

Da ich noch keinen Abschluss in einer wissenschaftlichen Disziplin vorweisen kann, steht mir natürlich kein Urteil zu. Aber es würde mich persönlich nicht froh machen die selben "Kelten" mit den selben "textilen Rekonstruktionen" in neuen Museum zu sehen - ausgestattet mit den selben Inhalten - also eine Projektion der Besucherbetreuung in dieser Sammlung in der Grundschule, die ich noch vor 2 Jahren erleben durfte.
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Sv: Skandal auf dem Glauberg

Beitragvon Jøran » 27.05.2011 15:30

Bildblog hat nun dieses Thema ebenfalls aufgegriffen:

http://www.bildblog.de/30432/wenn-rechte-nach-dem-rechten-sehen/

Turms Kreutzfeldt hat geschrieben:Neben den vielen Einzelheiten, die wir evt. gar nicht kennen, ist noch zu berücksichtigen: Möchte Frau K. überhaupt, dass für sie gekämpft wird ?


Vermutlich wird sich Frau K. dazu nicht in der Öffentlichkeit äußern. Immerhin "dient" sie einem Bundesland
und hat neben Pflichten zwar auch Rechte aber die Warnehmung der Rechte kann karierepolitisch das
Ende bedeuten.

Man sollte daher die Proteste nicht nach ihrer Person richten, sondern nach den Qualifikationen.
Ist die neue Museumsleiterin Fachlich besser für diese Position qualifiziert als Frau K.?

Hilsen

Jøran-Njål
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Re: Skandal auf dem Glauberg

Beitragvon Hans T. » 27.05.2011 16:12

Ich würde von einer Diskussion über die neue Leitung komplett abraten. Was hier stinkt, ist das System: BILD inszeniert die Realität, ergänzt Aussagen und die politische Verantwortung schiesst ohne eigene verwaltungsmäßig korrekte Meinungsbildung ein Opfer ab.
Es gibt hier zwei Verantwortliche: BILD und die Ministerin. Wobei ich immer mehr meine, letztere hat auf eine passende Chance gewartet.

H
"Des is wia bei jeda Wissenschaft, am Schluß stellt sich dann heraus, daß alles ganz anders war."
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Sv: Skandal auf dem Glauberg

Beitragvon Jøran » 27.05.2011 16:27

Nun ja, da die Zeitung gerne mal Scherbenhaufen hinterlässt, werden die Bildverantwortlichen darin wohl keinen
Problem sehen, wenn Personen aufgrund ihrer "Geschichten" ausgetauscht werden.
Im Gegenteil, vermutlich freuen die sich sogar darüber, wenn eine Ministerin nach der Bildlektüre (vermutlich ohne
vorherige hausinterne Nachforschungen) eine Person "Strafversetzt".

Dieser Vorgang ist peinlich und zeigt mir, wie "unabhängig" in einem Ministerium in Hessen gearbeitet wird und das ist
für mich wirklich beängstigend! Für die Demokratie mal wieder ein Tiefschlag.
Jøran
 

Re: Skandal auf dem Glauberg

Beitragvon hugo » 27.05.2011 20:33

In den Beiträgen seh ich schon einen Ansporn, aktiv zu werden. Mir fehlt aber noch der Qualifikationsvergleich der beiden Damen.
Die Zeit drängt: sollen wir auf FB vorpreschen, oder die Sache ruhen lassen?
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Re: Skandal auf dem Glauberg

Beitragvon S. Crumbach » 28.05.2011 07:35

Hugo, ich sehe überhaupt keinen Sinn darin Demos oder ähnliches zu unternehmen. Wir kennen alle nicht die Hintergründe und springen letztendlich auch nur auf Info-Happen auf.
Ein Bedauern zu äußern und Presseberichte kritisch zu lesen und zu kommentieren ist eins - aber Aktionismus hilft keiner Sache.

Ich denke die Energie ist besser darauf hin zu verwenden sich mit den Grundlagen solcher Problematiken zu befassen - also wirklich intensiv über populäre Litertur/Medien und die verbreiteten Bilder etc. nachzudenken.
S. Crumbach
 

Re: Skandal auf dem Glauberg

Beitragvon hugo » 28.05.2011 07:44

Du hast vollkommen recht.
Ich hätte auch nur mit exakter Information und dem Einverständnis von Frau von K. agiert.
Als österreichischer Rentner könnte ich mir mehr erlauben als ein Deutscher im öffentlichen Dienst.

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