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BZ D Brillenspiralen
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Dago



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 Beitrag Verfasst am: 25.07.2010 22:07    Titel: BZ D Brillenspiralen
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Welche Funktion haben die Brillenspiralen, Funde bei Körpergräber oft im Hüft Bereich. Kleiderbesatz oder Gürtelbesatz?



Nadel und Armspangen aus Kahl am Main, Spiralen aus Stockstadt BZ D Stufe Wölfersheim.
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Thorsten Seifert
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Hans T.
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 Beitrag Verfasst am: 25.07.2010 23:34    Titel:
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Gute Frage, keine verläßliche Antwort möglich. Kontra Gürtel: Wo ist der Gürtelhaken? Gürtel geknotet oder wie? Die einfache "Schlaufe" der Spirale spricht gegen ein einfaches Durchschlaufen eines Bandes oder Gürtels, die Spirale würde schief hängen.

Kontra Kleiderbesatz: Manche dieser Spiralen sind recht groß, sie würden ggf das Kleid ordentlich verziehen. Zudem deutet die Trachtlage auf Gürtel hin.

Vielleicht der Besatz (=aufgenäht, nicht geschlauft) eines gewebten Gürtels, der rein organisch geschlossen war...

Es bleibt schwierig.

H
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"Des is wia bei jeda Wissenschaft, am Schluß stellt sich dann heraus, daß alles ganz anders war."
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Dago



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 Beitrag Verfasst am: 26.07.2010 19:13    Titel:
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Auf Besatz für Organischen Gürtel tippe ich auch eher.

Hier mal eine Möglichkeit, in der Schlaufe ein Band zum Verschluss.

Pro, in den meisten Gräbern liegen 2 Spiralen und im Doppeltgrab von FFM Berkersheim liegen die Spiralen so als ob der ( Gürtel?) diagonal über der Toten lag. Wäre auch bei den sehr großen Spiralen ( Froschausen : 20 cm , Pflaumheim: 17 cm , allerdings 3 und 2 kleinere Spiralen, Stettfeld: 22 cm)

Contra, es gibt, recht selten mehr als 2 Spiralen im Grab ( 4 oder in der Stufe Bessungener Wald , BZ C 2, sogar 5)
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Thomas Trauner



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 Beitrag Verfasst am: 27.07.2010 08:46    Titel:
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Nach den mir erinnerlichen Umzeichnungen liegen die Spiralen "senkrecht" auf Hüfthöhe.
Ich bin bislang einfach davon ausgegangen, dass sie am Rock/Kleid/Bluse angenäht waren. Aber es ist wohl richtig, dass dann der Stoff zu straff gespannt gewesen wäre.
Gürtel ist wohl richtig. Bei gewebten Gürtel würde ich für eine Verstärkung (Birkenrinde) plädieren.

Aber "die" Idee hab ich im Moment auch nicht.

Thomas
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Dago



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 Beitrag Verfasst am: 29.07.2010 18:16    Titel:
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Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung an einer ( Gürtel) Kette aus Ringen und Bronzeblechzwingen. So im Hort von Niederflörsbach ( Spirale hing noch im Ende der Kette ) und Niedernberg ( Kettenreste und 2 Spiralen im Hort, Spiralen mittig gebrochen)
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Thomas Trauner



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 Beitrag Verfasst am: 30.07.2010 08:13    Titel:
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Möglich. Das Dumme ist, dass solche zusätzlichen Metallteile oft in den Gräbern fehlen.
Ich wüßte leider jetzt keine Untersuchung in Richtung Tragespuren.
Bleibt schwierig.
Ich denke, das ist jetzt die klassische Aufgabe der rekonstruierenden Arch. da einen Vorschlag zu entwickeln.....

Thomas
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Dago



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 Beitrag Verfasst am: 30.07.2010 22:21    Titel:
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Problem bei einer Gürtelkette wäre es gibt in den Befunden keinen Hinweis auf einen Haken oder einen anderen Verschluss. Stufe Wölfersheim ist eh was sehr Spannendes ( hab da noch Besätze für ne Haube / Kappe aus Frankfurt Berkersheim). Leider ist man sich in der Literatur sehr uneinig ob es noch Hügelgräber Bronzezeit oder schon frühes Uk ist.
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Dago



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 Beitrag Verfasst am: 30.07.2010 22:40    Titel:
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Das Metallinventar zeigt teilweis Formen die eigendlich noch Hügelgräberzeit sind, andere sind bereits Vorformen von HA A1 Formen.

Bild der Eingangs genannten Funde, mit Berge aus Pflaumheim


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Steve Lenz
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 Beitrag Verfasst am: 31.07.2010 08:29    Titel:
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Ich halt´s für Zierrat, keine Funktionselemente.

(Quelle: Uni HH)
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Dago



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 Beitrag Verfasst am: 08.08.2010 19:03    Titel:
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Ein praktischer Trageversuch gestern läst am ehesten die Verwendung der Billenspiralen als eine Art "Bortenstrecker" , der das Einrollen eine Textilen Gürtels verhindern soll zu.
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Thomas Trauner



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 Beitrag Verfasst am: 09.08.2010 10:09    Titel:
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Das ist eine gute Idee und ein guter Hinweis.
Hast Du Fotos von der Trageweise ?

Thomas
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Dago



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 Beitrag Verfasst am: 09.08.2010 21:29    Titel:
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Noch nicht, muss es erst noch Umbauen
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Dago



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 Beitrag Verfasst am: 10.08.2010 21:43    Titel:
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Trotzdem dürfte bei einem breiten Texilen Gürte eine Hinterlegung mit einem steifen Material möglich sein. Birkenrinde wäre möglich, hab keine Quelle oder ev. Leder. Der Praktische Versuch hat gezeigt das solche Gürtel sich ohne irgendwas sehr zum Verdrehen neigen.
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Chris
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 Beitrag Verfasst am: 11.08.2010 12:47    Titel:
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zu HA-Gürtelblechen mit Hinterlegung gibts inzwischen Funde...
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Thomas Trauner



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 Beitrag Verfasst am: 12.08.2010 08:46    Titel:
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Ja, mit Birkenrinde. Näher an der Zeitstellung wären UK-zeitliche Funde von gewebten Gürteln mit Birkenrinde aus Grundfeld (Unterfranken).

Dago, ich denke, du bist auf dem richtigen Weg.

Thomas
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